Aus der Pfalz nach England

Katharina Diehl und Marius Metz sind Auszubildende Industriekaufleute bei MiniTec und besuchten als Praktikanten das englische Tochter-Werk in Basingstoke - etwa 40 km südwestlich von London.

 

Welche kulturellen Unterschiede zwischen Großbritannien und Deutschland habt ihr in eurem Alltag wahrgenommen?

Katharina: Generell kamen mir die Engländer etwas lockerer und offener vor.

Marius: Außer der Milch im Tee und dass man Salz aus englischen Restaurants verbannt hat sind mir nur wenige Unterschiede aufgefallen. Die Engländer sind sehr höflich und zuvorkommend und ihr Land ist mindestens genauso multikulti wie unseres.

 

Wie hat es mit der Sprache funktioniert? Hat sich euer Englisch noch verbessert?

Katharina: Am Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten den englischen Dialekt zu verstehen. Ich hatte bisher mehr mit dem Amerikanischen zu tun. Doch nach ein paar Tagen fiel es mir leichter und ich plapperte munter mit. Mein Englisch hat sich sehr verbessert. Meine Zeit in Basingstoke hat mir gezeigt, dass man keine Angst vor sprachlichen Barrieren haben muss.

Marius: Ich hatte die erste Woche Probleme zu verstehen, was andere sagten. Ich musste immer genau zuhören, da in England keiner das Lehrbuch-Englisch spricht, das man aus der Schule kennt. Doch wenn man sich etwas anstrengt, gewöhnt man sich schnell daran. Wenn man an den Wochenenden weggeht und in Diskos und Bars neue Leute kennenlernt verbessert sich das eigene Englisch schon fast von selbst.

 

Marius, dein Praktikum liegt erst wenige Wochen zurück. Hast du den Linksverkehr gut überstanden? Und wurdest du auch gerne mal längere Zeit im Ausland verbringen?

Ich glaube, ich habe es kein einziges Mal in den vier Wochen geschafft gleich beim ersten Mal auf der richtigen Seite des Autos einzusteigen. Glücklicherweise wurde ich meistens gefahren oder konnte laufen. Vom Firmengebäude zu der Wohnung meines englischen Arbeitskollegen Pat, wo mir ein Zimmer zur Verfügung gestellt wurde, waren es nur 15 Minuten zu Fuß und zum nächsten Supermarkt oder ins Stadtzentrum 10 Minuten. Gerne würde ich auch mal für ein Jahr im Ausland arbeiten und gerne auch wieder in England, wobei auch andere Länder sicher interessant wären.

Katharina, wo hast du während deines Praktikums gewohnt?

Ich habe bei Mary Livingstone in Basingstoke gewohnt. Sie ist die Mutter von Gary, dem Geschäftsführer von MiniTec UK. Sie war sehr fürsorglich und freundlich.

 

Was würdet ihr jemandem raten, der nicht sicher ist, ob er ein Praktikum im Ausland machen soll?

Katharina: Mein Rat wäre auf jeden Fall, eine solche Gelegenheit nicht auszulassen. Es war eine tolle Erfahrung, die leider nicht von vielen Firmen angeboten wird. Auch wenn man nicht so gut Englisch spricht, ist dies die beste Chance, es innerhalb kurzer Zeit extrem zu verbessern.

Marius: Ein Praktikum ist eine tolle Möglichkeit, die man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen darf. Ich hab in meiner Zeit in England viele nette Leute, nicht nur bei MiniTec UK, sondern auch in meiner Freizeit kennengelernt. Ich verspreche euch: es ist eine Erfahrung, die ihr später einmal nicht vermissen wollt.

 

 

 

 

MiniTec

Das Unternehmen aus Schönenberg-Kübelberg beschäftigt 360 Mitarbeiter weltweit und hat Niederlassungen in England (Basingstoke), Frankreich (Sarreguemines) und Spanien (Madrid) sowie mehr als 60 Service- und Vertriebspartner weltweit. Minitec produziert unter anderem Komponenten für Automatisierungstechnik und Anlagenbau.

www.minitec.de